Samstag, März 06, 2010

Kalter Winter – warmes Klima?

Heute morgen war ich aber nun doch davon überzeugt, dass sich die Polarkappen verschoben haben. Der Nordpol muss nun irgendwo zwischen Buchholz und Hamburg liegen. Ungefähr 15 cm Schnee sind in der letzten Nacht gefallen, als hätten wir dieses Jahr nicht schon genug Schnee gehabt. Die großen Messen wie z.B. die Cebit in Hannover oder die ganz kleine Messe Bauen und Wohnen in Buchholz haben mit Sicherheit am heutigen Tage weniger Messebesucher als geplant. Eine Klimaerwärmung kann man sich kaum noch vorstellen, oder?

Folgenden Artikel fand ich dazu heute morgen bei www.klima-sucht-schutz.de

„Warum spricht man immer von Klimaerwärmung, wo doch die Winter (und auch die letzten Sommer) immer kälter werden? Ist dieser kalte Winter nicht ein Zeichen dafür, dass es die Klimaerwärmung nicht gibt?“ (Jennifer Wolf, Fellbach)

Boris Schinke (Germanwatch): „Nein. Wer die aktuelle Kältewelle auf der Nordhalbkugel zum Anlass nimmt, die globale Erwärmung in Frage zu stellen, verwechselt die Begriffe Wetter und Klima. Regional ungewöhnliche Wetterlagen weichen oftmals vom langjährigen Trend der Globaltemperatur ab. Global und über mehrere Jahrzehnte betrachtet ist der Aufwärtstrend der Temperaturen jedoch auch in 2010 ungebrochen. Insgesamt sind auf allen Kontinenten innerhalb der letzten hundert Jahre die Temperaturen angestiegen.

Die Klimaerwärmung wirkt sich allerdings regional sehr unterschiedlich aus. Besonders stark erwärmt haben sich dabei die Pol-Regionen, sowie weite Teile Afrikas. Die Aussage, dass sowohl die Winter als auch die Sommer immer kälter werden, lässt sich empirisch ganz klar widerlegen. Im Gegenteil: Beide Jahreszeiten sind vor allem auf der Nordhalbkugel wesentlich extremer geworden. Die Winter vor allem mild und feucht mit einer Zunahme starker Winterstürme (siehe Kyrill oder Xynthia). Die Sommer dagegen heiß und trocken mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit extremer Hitzewellen (siehe 2003).“
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