Dienstag, Mai 05, 2009

Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht

Ein paar Wettbewerber haben wohl ihre Hausaufgaben nicht gemacht.

Mit einem Wachstum von 11% innerhalb eines Jahres sollte man ausreichend Reserven schaffen, um im folgendem Jahr einen Abschwung in ähnlicher Größenordnung abfedern zu können. Auch wir haben Ende Mai 9 Prozent weniger Umsatz zum Vorjahr. Nur sind das immer noch 8 Prozent mehr Umsatz als im Jahr 2007.

Das anstehende Sommerloch ist 12 Wochen lang statt der 8 Wochen der letzten Jahre. Jetzt zahlt es sich aus, dass sich unser Umsatz auf viele Stammkunden aus den verschiedensten Branchen aufteilt. Auch die Halbjahreszeitkonten unserer Mitarbeiter ermöglichen es uns unsere guten und motivierten Mitarbieter zu behalten.

Folgenden Artikel wurde am 05.Mai in der Welt veröffentlicht:
Die Wirtschaftskrise trifft Deutschlands Messebauer mit voller Wucht. "2009 erwarten wir beim Umsatz ein klares Minus", sagt Elfie Adler, die Geschäftsführerin vom Verband Direkte Wirtschaftskommunikation (Famab). Bei einigen Standbauern seien die Erlöse bereits jetzt mit bis zu 20 Prozent im Minus, sagt die Branchenexpertin mit Verweis auf eine aktuelle Umfrage bei den 150 Mitgliedern im Forum Messe und Ausstellung des Famab. Lediglich breit aufgestellte Anbieter wie etwa Uniplan oder mac, die unter anderem auch im Ladenbau und im Event-Geschäft tätig sind, konnten ihren Umsatz bislang weitgehend konstant halten. In der zweiten Jahreshälfte allerdings soll sich die Situation nochmals verschlimmern.

Zu schaffen machen den Unternehmen die deutlich rückläufigen Ausstellerzahlen bei den Messen im In- und Ausland. Denn etliche Firmen haben angesichts der Krise ihre Marketing-Budgets radikal gekürzt und insbesondere Gelder für Messeauftritte gestrichen.

"Nimmt man die Entscheidungszurückhaltung bei den Messebeteiligungen als Indikator für die wirtschaftliche Stimmung, so ist diese wenig optimistisch", beschreibt Elfie Adler die Situation.

Problematisch wird die Auftragsflaute vor allem für Anbieter mit einer nur geringen Eigenkapitalbasis oder einem einseitig ausgerichteten Kundenkreis, etwa aus dem Automobilbereich. "Die Lage der Branche ist noch kritischer, als es offiziell dargestellt wird", klagt beispielsweise der Chef einer kleinen bayerischen Messebaufirma. Branchenexperten schließen daher auch Insolvenzen im Messebau ausdrücklich nicht mehr aus.

Dabei sah die Situation im vergangenen Jahr noch so gut aus wie nie zuvor. 2008 legten die Umsätze der zum Famab gehörenden Standbauer nach Verbandsangaben um stattliche elf Prozent auf fast 2,2 Milliarden Euro zu. Großanbieter mac aus Rheinland-Pfalz erreichte dabei mit einem Umsatz von 62,2 Millionen Euro erneut ein Rekordergebnis. Konkurrent Uniplan kam im Geschäftsjahr 2007/2008 (31. Juli) gar auf 67 Millionen Euro.
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